Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Europäischer Freiwilligendienst & Freiwilliges Soziales Jahr (Kultur) 2016/17

Ani und Veronika 2016/ 2017

Ani und Veronika 2016/ 2017

Ani und Veronika 2016/ 2017

Ani Yenokyan

In jeweils einem Jahr als europäische- und einem Jahr als Bundesfreiwillige habe ich spannende Momente und die schönsten Eindrücke gesammelt. Stellt euch vor, wieviel Spaß es mir gemacht haben muss, dass ich nun schon seit 2015 am Institut für deutsche Sprache und Kultur e. V. in Lutherstadt Wittenberg tätig bin.

Zu meinen Hauptaufgaben gehören zum einen die Begleitung und Betreuung von internationalen Studierenden auf Exkursionen und bei Freizeitaktivitäten und zum anderen die Unterstützung unseres Teams bei Bürotätigkeiten, sowie Kursvorbereitung, Evaluationen usw.

Ich möchte mich immer gerne kulturell engagieren und bin der Meinung, dass jeder Mensch individuelle Begabungen und Fähigkeiten besitzt, die aber nur unter bestimmten Bedingungen und Möglichkeiten entdeckt und realisiert werden können.

Durch meine Arbeit lerne ich, Verantwortung im Beruf zu übernehmen. „Lernen durch Handeln“ ist doch die häufigste Lernform im lebenslangen Lernprozess. Ich reife an meinen täglichen Aufgaben.

Während meines Bundesfreiwilligendienstes hatte ich die Möglichkeit, einen Nebenjob auszuüben. Glücklicherweise habe ich diesen ebenfalls im kulturellen Bereich in einem Museum gefunden. Ich begeistere mich für die deutsche Kultur. Museen und der Austausch über kulturelle Eigenheiten faszinieren mich nicht nur bei der Arbeit, sondern auch in meiner Freizeit. Durch meine Arbeit am Institut und im Museum lerne ich vor allem die deutsche und internationale Kultur kennen und schätzen.

Im Rahmen meines Programms hatte ich auch Bildungstage, bei denen ich viel Neues gelernt habe, wie z.B. ein Bühnenbild basteln, Stop motion photography, Blackout poetry und noch vieles mehr. Außerdem konnte ich mich mit den anderen Freiwilligen über sämtliche Erfahrungen austauschen.

Die Arbeitsatmosphäre im Institut für deutsche Sprache und Kultur e. V. ist immer sehr positiv. Meine Arbeitskollegen sind super nett, offen, geduldig und hilfsbereit. In Wittenberg habe ich mich eingelebt und eine zweite Heimat gefunden.

Es ist eine tolle Erfahrung einen Freiwilligendienst (in meinen Fall sogar 2) zu machen!!!

Man kann sehr viel lernen und für die Zukunft mitnehmen!

Ani Yenokyan

Veronika Balkova

Hallo an Alle! Ich heiße Veronika, komme aus der Slowakei und bin seit Oktober 2016 als Freiwillige hier im Institut tätig. Wo soll ich beginnen? Vielleicht erläutere ich erst mal den Grund, warum ich mich für einen Freiwilligendienst entschieden habe. Nach meinem abgeschlossenen Studium habe ich bereits in der Finanzbranche gearbeitet. Ich wusste aber seit ein paar Jahren schon, dass ich eventuell einen Freiwilligendienst absolvieren möchte. Die Idee in einer Organisation zu helfen, neue Leute kennenzulernen, sich anderen Aktivitäten zu widmen, unabhängig vom gelernten Beruf und dazu alles ohne Entgelt und hoffentlich für einen guten Zweck, kam mir als eine interessante Möglichkeit der persönlichen Weiterentwicklung vor. Ich wollte mich neuen Herausforderungen stellen und meinen Überblick erweitern. Deshalb musste ich nicht so lange nachdenken, als ich auf die offene Stelle im Institut aufmerksam geworden bin.

Was habe ich von dieser neuen Situation erwartet? Hoffentlich interessante und motivierende Menschen treffen, neue Kompetenzen erwerben, Fremdsprachkenntnisse verbessern, spannenden Auslandsaufenthalt, neue Berufserfahrungen und meine zukünftigen Berufsmöglichkeiten verbessern.

Worauf bin ich in der Realität gestoßen? Erwartungen vs. Realität, wie es nun mal so im Leben ist. Einige meine Erwartungen wurden erfüllt, einige nicht. Vor allem könnte ich aber viele Erlebnisse sammeln, die ich gar nicht erwartet oder erhofft habe. Wittenberg ist eine kleine Stadt, viel kleiner als ich erwartet hatte. Diese Tatsache hat mich dazu gezwungen aktiv zu sein und Verantwortung für die Suche nach neuen Kontakten selbst zu übernehmen. Jetzt, wo ich fast am Ende meines Aufenthalts bin, kann ich sagen, dass die Stadt viel mehr bietet als es auf den ersten Blick erscheint.

Ab Januar mit Ankunft unserer amerikanischen Semestergruppe wurde es im Institut viel interessanter, dynamischer und ich war ohne Ende beschäftigt. Als Ansprechpartner für die Kursteilnehmer war ich für die Begleitung bei Exkursionen und für die Organisation und Durchführung der Freizeitaktivitäten verantwortlich. Ich habe vieles von unseren Studenten gelernt und hoffe, dass ich ihnen auch etwas beibringen konnte. Außerdem gab es genügend Büroarbeit, wodurch ich einen tieferen Einblick in die Kursorganisation und Lauf des Instituts erworben habe.

Ich muss noch erwähnen, dass ich das Glück hatte gerade im Jahr 2017 in Wittenberg zu sein, als das 500 jährige Reformationsjubiläum stattfand. Dank dieses Ereignisses kamen zahlreiche einheimische und internationale Freiwillige in die Stadt, mit denen ich neue Freundschaften knüpfen konnte und meine interkulturellen Kompetenzen weiter gefördert habe.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Freiwilligendienst eine gute Idee war. Ich freue mich auf die wenigen Wochen, die noch vor mir stehen.

Veronika Balkova

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